Am Lake Malawi
Unsere Reisegefaehrten Jason und Kate fuehrten uns vom South Luangwa National Park erst nach Lilongwe zum Einkaufen, dann zum langen Strand von Senga Bay. Die beiden waren fuer eineinhalb Jahre in Malawi zuhause. Sie konnten uns viele gute Tipps geben, zu einem sehr gemuetlichen Plaetzchen nahmen sie uns gleich selbst mit: Das Cool Runnings Backpackers von Sam, in deren Garten mit Seeanschluss wir fast eine Woche campierten. Nach einem erholsamen Tag am See reisten Kate und Jason Richtung Tansania weiter, wir aber durften nochmals in die Hauptstadt Lilongwe zurueckfahren, um unser Visum fuer Malawi zu beantragen. Nach drei Stunden Warten, Anstehen und noch mehr Warten erhielten wir "irrtuemlicherweise" ein Transitvisum in unsere Paesse geklebt, gueltig fuer nur 7 Tage. Wie in Stein gemeisselt. "Nicht mehr rueckgaengig zu machen, sorry fuer den Fehler. Good Bye." Toll, wir wollten dreimal so lange bleiben und hatten dies auch so beantragt, entsprechend bettelten wir fuer das Monats-Visum. Allerdings waren wir zu "doof", Schmiergeld zu bezahlen, und wurden am Abend rausgeworfen. Wir hatten aber ein besseres Mittel als Schmiergeld: Zeit. Wir uebernachteten in Lilongwe (und wer faehrt auch auf diesen Zeltplatz? Claudia und André!). Am naechsten Morgen erschienen wir fuer den Beamten voellig unerwartet wieder, und erst noch in bester Laune. Alle fuenf Minuten unterbrachen wir stinkfreundlich seine Arbeit mit einer neuen Idee, wie man das Visum im Pass abaendern koennte. Seite rausreissen? Durchstreichen? Neues reinkleben? Nach einer knappen Stunde hatte er genug von uns und wir bekamen das gewuenschte Visum. Noch kurz das Visum fuer Mocambique organisieren (wir erhielten es 10 Minuten VOR der vereinbarten Zeit, und das in Afrika!), dann endlich wieder zurueck an den Strand!
Senga Bay am Lake Malawi: Spontan nahm uns ein Segler nach unserem langen Strandspaziergang auf diesem Katamaran mit zurueck zum Cool Runnings, Fischer trocknen ihre Netze
Lake Malawi bei Cape Maclear; der IFA-Thomas
Kinder vom Cape Maclear; Frauenpower vom "Fat Monkeys Camp" (frischer Sand fuer den Platz vor der Reception)
Waschtag am Cape Maclear; zwischen zwei Tauchgaengen auf der Thumbe Island vor dem Dorf
Fruechtestaende am Strassenrand
Der Liwonde National Park
Liwonde National Park: Landschaft mit Baobabs und Euphorbia; Impala Lilies
Gelber Pavian (Unterart des Chacma Pavians); Boehms Bienenfresser
Flusspferd im Shire River; junger Elefant
Wasserboecke
Zomba und sein Plateau
Reste von suptropischem Regenwald inmitten Holzplantagen auf dem Zombaplateau (Baumschule bei der Trout Farm)
Ein Holzsammler auf dem langen Weg ins Tal (mit einem eher kleinen Fuder); Markt in Zomba
Aussicht vom Zombaplateau; Gemuesekauf unterwegs nach Blantyre
Von Blantyre zum Mount Mulanje
Presbyterianische Kathedrale in Blantyre; Papayastaude vor bluehendem Jacarandabaum
Teeplantagen auf dem Weg nach Mulanje
Alltag in Mulanje; das Fahrrad ersetzt in Botswana, Sambia, Malawi und Mocambique den Lastesel
Wasserfall mit Swimming Pool im Mount Mulanje Massiv
Wandern auf dem Mount Mulanje Massiv; Teeplantagen von Mulanje


Wir mussten uns etwas ueberwinden, vom sehr herzlichen Cool Runnings Team, dem ruhigen Garten am See und dem ausgezeichneten, preiswerten Essen Abschied zu nehmen und unsere Reise fortzusetzen. Sie fuehrte, damit es nicht so hart war, gleich wieder ans Ufer des Sees, diesmal in Cape Maclear/Chembe. Die Landschaft mit Palmenstrand und vorgelagerten Inseln ist paradiesisch! Hier wollten wir die bei Aquarianern beliebten Buntbarsche (Cychliden) des Lake Malawi mal unter Wasser bewundern. Mit beim Tauchen war Thomas Libuda (nach 10 Jahren Tauch-Abstinenz). Er fuhr eines Abends mit seinem gelben IFA-Lastwagen im Fat Monkeys Camp ein, wo wir zelteten. Auf zwei Tauchgaengen sahen wir einen rechten Teil der rund 500 Cychlidenarten des Sees (99% davon endemisch), darunter auch Maulbrueter. Die Weibchen dieser Fische lagern die Eier bis zum Schluepfen im Mund. Auch danach bleibt die Fischbrut in der Naehe der Mutter, um bei Gefahr in ihrem Maul zu verschwinden. Fuer uns sah es so aus, als ob kleine Fische vor dem Maul eines grossen Schlange stehen, um gefressen zu werden. In diesem Fall wurden die kleinen aber wieder ausgespuckt, nachdem die Gefahr vorbei war.
















Die Beeren schaffen es gar nicht erst auf den Markt von Zomba, ansonsten findet man hier aber alles, was man zum angenehmen Leben braucht: Von Stoffen und Kleidern ueber fast alle Nahrungsmittel bis zu Schrauben, Autoersatzteilen und Mobiltelefonen. Er sei der groesste Markt des Landes. Fuer uns eine sehr angenehme Erfahrung war, dass wir uns als Weisse auf dem Markt bewegen konnten, ohne dass uns jemand etwas anzudrehen versuchte - ausser der Coiffeur, der Markus gleich ansah, dass er wieder mal rasieren und Haare lassen sollte...













