San Francisco und Umgebung:
Auf dem Weg nach Neuseeland landete unser Flieger am 20. Oktober 2005
in San Francisco. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, kurz auszusteigen,
in den Pazifik zu gucken, die Stadt zu bestaunen, wieder mal ins Kino
zu gehen und natuerlich Freunde zu besuchen! Da wir schon 1999 hier
vorbei kamen, wussten wir, dass wir via Chinatown und dem zentralen
Aussichtsturm namens Coit Tower wieder mal die
Seeloewen am Pier 39 (wohl die groesste "Touristenfalle" an der
Westkueste) besuchen wollten. Die Besucher der Stadt gehen wohl alle
einmal dort hin. Auf dem Pier findet man Verpflegung und Unterhaltung
der gehobenen Touristenpreisklasse, und natuerlich Menschen aus aller
Welt. So konnten wir endlich mal wieder mit deutschsprachigen
"Schwaben" (so stellten sie sich vor) einen Kaffee trinken. Sogar Forrest Gump
verirrte sich zwischen all den Shops und sass den ganzen Nachmittag
mit einer Schokoladenkiste auf einer Bank vor dem Bubba Gump Shrimp
Restaurant. "Life is like a box of chocolate. You never know what
you get", sagte er, als sich Tanja neben ihn setzte...
San Francisco: Chinatown, Financial District
San Francisco: Seeloewen und Forrest Gump am Pier 39
Whale whatching Tour Monterey: Buckelwal
Whale whatching Tour Monterey: Rissots Delfin, Kormoran
Esalen Institute: Thermalbaeder, Katharina und wir
Rickie und Tanja, Markus mit Ananaskreation (Idee geklaut im Moskito, Bremgarten AG)
Pleasonton, Tanja an der Arbeit
Alcatraz und seine Insassen
Golden Gate Panorama von Alcatraz aus
Napa Valley
Degustieren im Napa Valley mit Bill und Rickie
Barbier Bill Giono, Haus von Rickie und Bill




Fuers Wochenende vom 22./23.10.05 mieteten wir einen kleinen Wagen
und fuhren nach Monterey. Ueberall an den Strassen ausserhalb der Stadt
werden Kuerbisse verkauft, da Halloween naht. In Monterey wurden wir,
wie es sich fuer anstaendige Touristen gehoert, von der Fisherman's
Wharf und der Cannery Row (eine Strasse von Souvenir-
und Esslaeden) angelockt. Wir trugen uns fuer die Whalewatchingtour vom
Sonntag ein und
trafen erstaunlicherweise schon wieder den Forrest Gump von San Francisco,
wie er vor dem oertlichen Bubba Gump Shrimps Restaurant sass und sich
mit Touristen unterhielt. Er erinnerte sich an uns und wir fragten ihn,
wie er denn so schnell von S.F. nach Monterey gekommen sei. "They said
run Forrest, run! And I ran to Monterey". Allen, die sich jetzt vielleicht fragen,
was es denn mit diesem Forrest Gump auf sich hat, empfehlen wir, sich
mal den mit Oskars ueberhaeuften Film "Forrest Gump"
anzuschauen... (tatsaechlich pendelt der Tom-Hanks-Doppelgaenger
taeglich zwischen S.F. und Monterey, und er meinte, er verbloede
langsam durch das taegliche fahren, sitzen und quatschen. Wir benieden
ihn gar nicht).
Am fruehen naechsten Morgen traten wir an Bord eines Kutters der Monterey
Bay Whale Whatching Company (oder so) unt tuckerten bei Nebel und vier
Meter hoher Duenung in die Bucht hinaus. Man soll hier sehr regelmaessig
Buckelwale und Grauwahle, seltener Orcas antreffen. Tatsaechlich tauchte
nach fast eineinhalb ereignislosen Stunden ein Buckelwalpaar auf, das wir
darauf recht lange beobachten konnten. Auch eine Schule von Rissots Delfinen,
Schweinswale und zahlreiche Seeloewen und Wasservoegel machten die Ausfahrt
zu einem schoenen Erlebnis.




Natuerlich mussten wir nach der morgendlichen Whalewhatching Tour wieder
(wie 1999) das genial vielseitige Monterey Bay Aquarium besuchen.
Es gilt als das beste der Staaten und als eines der besten der Welt.
Das Aquarium bietet unter anderem ein sich ueber drei Stockwerke erstreckendes
Kelpwald-Aquarium (inklusive Wellengang), die riesigen "Outer Bay" und
"Open Sea" Aquarien (mit Siebenkiemenhaien, Thun- und Mondfischen sowie
Meeresschildkroeten), einen begehbaren Brandungstunnel, Korallenriffe,
lebensgrosse Modelle und Skelette zahlreicher Walarten, viele zauberhafte
Aquarien mit lebenden Quallen, ein Seeotter-Aquaterrarium, Gezeitentuempel
sowie viele Moeglichkeiten, von Plattformen aus wilde Seeotter, Voegel und Robben
im Meer direkt vor dem Museum zu erblicken.
Am selben Abend fuhren wir noch weiter gegen Sueden bis nach Big
Sur, wo wir Katharina Suter, eine Arbeitskollegin von Markus von der
EMS Schiers, traffen.
Sie arbeitete dort als "Work Scholar" im
Esalen Institute
gerade am Empfang, und wir verabredeten uns nach ihrer Schicht um 21:00
noch zu einem Drink ausserhalb der Anlage. Unangemeldet wird man nicht auf das Gelaende gelassen.
Am Montag durften wir sie dann als Gaeste besuchen
und erhielten so Zugang zum sonst nur Kursteilnehmern zugaenglichen
Institutspark direkt ueber dem Pazifik. Hoehepunkt der weitlaeufigen Parkanlage
war fuer uns das Thermalbad, bestehend aus einem halben Dutzend kleinen
Pools, die 20 Meter ueber der Pazifikbrandung in die Klippen gebaut sind.
Wir genossen diesen Tag und das Treffen mit Katharina sehr!


Noch am Montagabend gaben wir das Mietauto am Flughafen in Oakland ab
und trafen Rickie Giono-Friedli, bei der wir fuer die verbleibende Zeit
in Kalifornien bleiben konnten. Sie ist eine entfernte Cousine Tanjas und
lebt mit ihrem Mann Bill im Staedchen Pleasanton oestlich von San Francisco.
Wir hatten sie bereits vor sechs Jahren fuer drei Tage besucht.
Rickie ist ein Goldschatz von einer Person, wir konnten uns wie zu Hause
fuehlen, ihre Computer verwenden, sie chauffierte uns zu Sehenswuerdigkeiten, oder wir bekochten uns
gegenseitig den ganzen Tag. Dank ihr konnten wir auch endlich, nachdem wir
dies 1999 verpasst hatten, die ehemalige Gefaengnisinsel Alcatraz besuchen.







Auf einem weiteren Ausflug konnten wir von einem Aussichtsberg
(Mount Diablo State Park)
fast die ganze Bucht von San Francisco ueberblicken und im lokalen Museum viel
ueber die Geologie, Fauna und Flora des Gebiets erfahren. Als Rickies Ehemann Bill
fuer das Wochenede noch zu uns stiess (er arbeitet unter der Woche als Manager
fuer Safeway in Phoenix, Arizona), besuchten wir das
Napa Valley,
das wohl bekannteste Weinbaugebiet der USA. Weitlaeufige Weinbestaende, eine aride,
huegelige Landschaft und die Degustation von Cabernet Sauvignon, Merlot, Zinfandel,
Pinot Noir, Pinot Gris und weiteren Koestlichkeiten machten den Tag zu einem
herrlichen Erlebnis. Unter anderen besuchten wir auch das Weingut von Regisseur
Francis Ford Coppola, der nicht nur gute Filme (u.a. Godfather Trilogie, Apocalypse
Now, Bram Stoker's Dracula, ...) sondern auch ausgezeichneten Wein
produziert (und zudem Onkel von Nicolas Cache (eigentlich Coppola) ist).
Rickie brachte uns drei etwas angeheiterten Passagiere
schliesslich sicher nach Pleasanton zurueck.



Am Sonntag, kurz vor unserer Abreise, nahm Bill noch sein Coiffeurset hervor. Er
erwaehnte naemlich schon bei seiner Ankunft, dass Markus einen Haarschnitt
noetig habe. So wurde Markus sein ca. 15. "Patient", seit Bill das Haare schneiden
im April fuer sich entdeckt hatte. Er leistete gute Arbeit!


Bei Rickie und Bill genossen wir fast so etwas wie "Ferien von den Ferien", wir
konnten uns wieder einfach mal Zeit lassen, wir konnten in einem Zuhause wohnen,
mit Rickie und Bill dinnieren oder durch das Staedtchen schlendern. Thank you so much for
everything, and we are looking forward to welcome you in Switzerland! Nun sind wir
definitiv bereit und frisch gestaerkt fuer Neuseeland!